Rechtsanwälte für Berlin und Brandenburg

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Rechtsanwaltsgebühren

Rechtsanwaltsgebühren

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Eine weit verbreitete Fehleinschätzung sind die Kosten die durch eine Beauftragung eines Rechtsanwalts anfallen. Daher haben wir es uns in unserer Kanzlei zur Aufgabe gemacht, über die Kosten zu reden bevor diese entstehen, sodass kein Mandant plötzlich von einer späteren Rechnung überrascht wird.


Erstberatung:
Der erste Kontakt mit einem Rechtsanwalt ist häufig das Erstgespräch, bei dem der Mandant den Sachverhalt schildert und der Rechtsanwalt eine Einschätzung der Rechtslage aufgrund der Angaben des Mandanten abgibt. In der Regel dauert ein solches Gespräch 30 bis 60 Minuten. Für dieses Erstgespräch fallen in der Kanzlei Pottkämper & Bordasch pauschale Kosten in Höhe von 100,00 € (inkl. MwSt.) an.

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese die Kosten, wenn ein Versicherungsfall vorliegt. Die Anfrage bei der Versicherung über die Deckung übernehmen wir gerne für Sie. Sollte jedoch keine Deckung erteilt werden, tragen Sie die Kosten.

Sind Sie bedürftig (z. Bsp. ALG II Empfänger) können Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Wird Ihnen dieser bewilligt, haben Sie nur einen Eigenanteil in Höhe von 15,00 € zu tragen. Die übrigen Kosten übernimmt das Amtsgericht.

Vertretung Zivilrecht:
Bei der zivilrechtlichen Vertretung unserer Mandanten berechnen wie unserer Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Dabei richtet sich die Höhe der Gebühren nach den Gegenstandswert. Das heißt, dass die anfallenden Gebühren nach dem Wert berechnet werden, den das Gesetz der vom Anwalt bearbeiteten Angelegenheit zuweist. Die Höhe der Vergütung wird dabei nach den Vorschriften des RVG, gegebenenfalls in Verbindung mit den jeweils einschlägigen Regelungen zur Wertbestimmung in Gerichtsverfahren (z.B. Gerichtskostengesetz, Zivilprozessordnung), und dem Vergütungsverzeichnis zum RVG, bestimmt.

Verteidigung im Strafrecht:
In den meisten strafrechtlichen Fällen reichen die gesetzlichen Gebühren nicht aus, um den Aufwand für eine qualitativ hochwertige Arbeit abzudecken. In diesen Fällen wird eine individuelle Vergütungsvereinbarung abgeschlossen, mit welcher die Vergütung pauschal oder nach der Berechnung eines Stundensatzes, unter Beachtung der gesetzlichen Einschränkungen, berechnet wird.

Verteidigung im Ordnungswidrigkeitenrecht:
Auch im Ordnungswidrigkeitenrecht rechnen wir unserer Leistungen nach dem RVG ab. Dabei richtet sich die Gebühren nach dem Fortschritt des Verfahrens das sich in bis zu drei Abschnitte gliedern kann. Dem Verfahren vor der Verwaltungsbehörde, dem gerichtlichen Verfahren im ersten Rechtszug und dem Verfahren über die Rechtsbeschwerde. Die Höhe der Gebühren richtet sich zudem nach der Höhe der angedrohten Geldbuße und dem ggf. angedrohten Fahrverbot.

Rechtsschutzversicherung:
Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese die gesetzlichen Gebühren, soweit der betreffende Rechtsbereich vom Versicherungsschutz umfasst ist. Dies lässt sich idR direkt beim Erstgespräch klären, sodass Sie sofort wissen, ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen wird. Die Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung wird von hier, ohne zusätzliche Kosten, übernommen.

Selbstbeteiligung:
Haben Sie mit Ihrer Rechtsschutzversicherung eine Selbstbeteiligung vereinbart, werden Ihnen diese zunächst von uns nach Ihrer Beauftragung in Rechnung gestellt. Werden Ihnen die Kosten des Rechtsstreits von der Gegenseite oder der Staatskasse erstattet, erhalten Sie auch Ihre Selbstbeteiligung zurück. Bei einer Teilerstattung ggf. anteilig.

Aus unseren Erfahrungen können wir jedoch nur von einer Rechtsschutzversicherung mit Selbstbeteiligung abraten, da die Einsparungen im Form reduzierter Versicherungsbeiträge meist sehr gering sind. Selbst wenn man nur alle 3 Jahre die Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen würde und hätte eine Selbstbeteiligung von 150,00 € vereinbart, müsste die Ersparnis bei 50,00 € pro Jahr im Verhältnis zu einem Versicherungsvertrag ohne Selbstbeteiligung betragen. Dies ist jedoch nur in den seltensten Verträgen der Fall.

Gerade im Verkehrsrecht, wo auch mal ein "Knöllchen" über 50 € oder 80 € geprüft werden soll, würde sich für den Versicherungsnehmer die Beauftragung eines Rechtsanwalts finanziell nicht rechnen, da die Selbstbeteiligung die Kosten des "Knöllchens" übersteigt und es idR keine Erstattung gibt. Dann wandelt sich plötzlich die Selbstbeteiligung in eine Rechtsdurchsetzungsverhinderungsprämie zu Ihren Lasten und zu Gunsten Ihrer Rechtsschutzversicherung.