Rechtsanwälte für Berlin und Brandenburg

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Verkehrsrecht

Am Straßenverkehr nimmt jeder Teil, sei es als Autofahrer, Radfahrer oder als Fußgänger.

Unfall, Schadensersatz, geblitzt, Führerscheinentzug - es kann jeden treffen. Wir beraten und vertreten Sie beispielsweise nach einem Verkehrsunfall, damit Sie nicht von der „Großzügigkeit“ der gegnerischen Haftpflichtversicherung abhängig sind sondern Ihre Ansprüche vollumfänglich durchsetzen können.

Das Verkehrsrecht teilt sich in zwei große Bereiche:

Verkehrszivilrecht:
Hier geht es in erster Linie um Verkehrshaftungsrecht und das Verkehrsvertragsrecht, also beispielsweise Schadensersatzansprüche aus einem Verkehrsunfall oder Streitigkeiten über einen Kaufvertrag über ein PKW.

Verkehrsstraf- und Verkehrsordnungswidrigkeitsrecht:
Darunter versteht man den rechtlichen Bereich, wenn der Staat meint, man habe gegen Strafgesetze oder Anordnungen im Straßenverkehr verstoßen. Die bekanntesten dabei sind unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht) und Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Verkehrszivilrecht:
Nach einem unverschuldeten oder teilverschuldeten Verkehrsunfall steht man vor der Frage, wie kann man am Besten seine Ansprüche gegen den Unfallgegner durchsetzen. Zum Glück steht hinter (fast) jedem Kraftfahrzeug eine Haftpflichtversicherung, sodass die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen unabhängig von der Solvenz des Fahrzeugführers oder Fahrzeugeigentümers ist.

Häufig bieten die Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers daher an einen Gutachter vorbeizuschicken, einen Leihwagen zur Verfügung zustellen und Ihr Fahrzeug in einer Werkstatt reparieren zu lassen und Ihnen wieder nach Hause zu bringen. Hört sich erst einmal nach einem guten Rundumsorglospaket an. Die Sache hat nur mehrere entscheidende Haken.

Zunächst sollte man sich klar werden, dass die Haftpflichtversicherungen keine Wohlfahrtsverbände sind und daher nichts zu verschenken haben. D.h. das Interesse der Haftpflichtversicherer besteht darin, die Schadensersatzansprüche die aus einem Verkehrsunfall entstehen, möglichst gering zu halten. Und das macht am Besten so, indem man dem Geschädigten keine Möglichkeit gibt den Schaden von einem unabhängigen Dritten begutachten zu lassen. Ist das Fahrzeug erst einmal repariert ist der Nachweis das ein erst später sichtbarer Schaden vom Unfall herrührt sehr schwierig zu erbringen. Der Gutachter wird von der Haftpflichtversicherung bezahlt und beide haben ein Interesse, dass der Schaden möglichst gering ausfällt. Die Versicherung, damit sie nur wenig bezahlen muss und der Gutachter, damit er von der Versicherung weiter beauftragt wird.

Letztlich wird die Haftpflichtversicherung dem Geschädigten nur das zugestehen was unvermeidbar ist. Häufig bestehen jedoch Ansprüche über dem eigentlichen Schaden an Fahrzeug hinaus und um die will so manche Versicherung den Geschädigten prellen.

Sie sollten daher Ihre Interessen selbst in die Hand nehmen und derjenige sein, der die Kontrolle über seine Ansprüche nicht verliert. Dazu gehört als erstes ein Gutachten über den Schaden durch einen unabhängigen Gutachter. Die Kosten für einen solchen Gutachter hat der Unfallverursacher zu tragen. Nur im Falle von Bagatellschäden ist eine solche Kostentragung nicht gegeben.

Des Weiteren sollten Sie einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen, da häufig über den eigentlichen Schaden hinaus auch noch weitere Ansprüche bestehen. Oder hätten Sie es gewußt, dass unter Umständen der Unfallverursacher dem Geschädigten eine Haushaltshilfe bezahlen muss?

Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung um Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche behilflich zu sein. Die Kosten des Rechtsanwalts hat übrigens auch der Unfallverursacher zu tragen. Wir arbeiten auch eng mit Schadensgutachtern zusammen, die Ihnen schnell ein entsprechendes objektives Gutachten erstellen. In den meisten Fällen kommt der Gutachter zu Ihnen dort wo das Fahrzeug steht.

Verkehrsstraf- und Verkehrsordnungswidrigkeitsrecht:
Bei Verkehrsstraftaten und Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr ist das größte Problem der Ermittlungsbehörden, die Identität des Fahrers zu ermitteln. Bei Verkehrsstraftaten wie unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht) oder Geschwindigkeitsüberschreitungen kann nur der Täter selbst und nicht der Halter des Fahrzeuges bestraft werden.

Gerade im Falle des unerlaubten Entfernens vom Unfallort wird der Täter häufig nicht erkannt, meist weil er selbst den Unfall nicht bemerkt hat und auch deshalb nicht anhält und aussteigt. Dem Einwand nichts vom Unfall bemerkt zu haben wird jedoch selten Glauben geschenkt, sodass andere Wege beschritten werden sollten um nicht fälschlicherweise verurteilt zu werden.

Auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Fotos des Fahrers fallen diese häufig so schlecht aus, dass der Fahrer nicht zweifelsfrei erkannt werden kann.

Hier gilt es also den Ermittlungsbehörden nicht die Arbeit abzunehmen und frank und frei die eigene Fahrereigenschaft oder die eines nahen Angehörigen preiszugeben. Gerne kommt in solchen Fällen auch mal die Polizei bei Ihnen vorbei und fragt wer denn zu welchem Zeitpunkt gefahren wäre ohne Sie darauf hinzuweisen, dass Sie nichts sagen müssten. Dann gilt es vorsichtig zu sein. Lange Erklärungen warum man beispielsweise von dem Unfall nichts mitbekommen hat helfen nur in den seltensten Fällen. Da dies als Schutzbehauptung abgetan wird und ggf. in der Hauptverhandlung durch einen Gutachter beurteilt wird, den Sie im Falle der Verurteilung auch noch bezahlen müssen.

Daher keine Angaben gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft bevor Sie nicht genau wissen um was es geht. Könnten Sie oder ein naher Angehöriger betroffen sein oder wird Ihnen oder einem nahen Angehörigen ein strafrechtlicher oder ordungswidrigkeitiger Vorwurf gemacht, gilt uneingeschränkt:

Keine Aussage gegenüber der Polizei

Dann sollten Sie schnellstmöglich einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Dieser kann Akteneinsicht nehmen und dann mit Ihnen besprechen wie Sie am Besten verteidigt werden können.

Gerne stehen Ihnen die Rechtsanwälte der Kanzlei Pottkämper & Bordasch dazu zur Verfügung.
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Dann nutzen Sie unsere Rechtsberatung online oder persönlich vor Ort. Wir stehen Ihnen gerne zu sämtlichen rechtlichen Fragen kompetent mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!